Claire Hajaj
“Konstruktiver Konflikt ist die Grundlage für menschliches Wachstum.”
Mediation steht für Vermittlung, in meiner Erfahrung auch für Brücken schlagen, den Raum öffnen, um die Blockaden, die sich in einem und zwischen Konfliktparteien ergeben, zu lösen.
Konflikte entstehen dort, wo Menschen aufeinander treffen. Oftmals fördern sie auch innere Konflikte oder Muster zutage, die dazu beitragen, dass der Konflikt überhaupt erst entsteht.
Durch eine Mediation drücken die Konfliktparteien die Bereitschaft und auch den Wunsch aus, den Konflikt zum beidseitigen Vorteil zu lösen, d.h. die Bedürfnisse und Interessen beider Parteien einzubeziehen. In der Mediation geht es also schlicht darum, die Beziehung zu sich selbst und zum anderen zu wahren, wiederherzustellen und/oder zu stärken.
Oft weisen Konflikte auf unerfüllte Bedürfnisse hin.Es kann dann sein, dass man in einen Konflikt geht, weil man sich z.B. nicht gesehen fühlt, weil man nach Sicherheit strebt oder alte Verwundungen durch das Verhalten des Anderen getriggert werden
Als Mediatorin sorge ich für eine sichere und vertrauensvolle Atmosphäre, die das gegenseitige Verständnis und die Kapazität, einander zuzuhören, fördert.
Die Techniken der Mediation (z.B. aktives Zuhören, Widerspiegeln, Nachfragen, Zusammenfassen, Lösungsimpulse geben) helfen dabei, dass ungehörte Gefühle, Bedürfnisse, Interessen und Ziele der Konfliktparteien verstanden, anerkannt und wertgeschätzt werden.
Ich stelle sicher, dass der Fokus auf das Wesentliche erhalten bleibt: dass ein jede(r) ausdrücken kann, was ihm/ihr auf dem Herzen liegt, dass einander zugehört wird und das gegenseitige Verständnis gefördert wird.
Mediation ist wie alle guten und effizienten Dinge selbstbestimmt. Die Konfliktparteien entscheiden Lösungen und Vereinbarungen, die ihren individuellen Bedürfnissen und Lebenssituationen entsprechen.
Die Mediation erlaubt, wenn gewollt, dass wir uns unserer eigenen Gefühle und Bedürfnisse bewusstwerden und ein Konflikt sich im Kern lösen kann. Es ist eine Methode, die ermächtigt und erlaubt, dass die in einem Konflikt gebündelte Energie wieder zum Einzelnen und/oder in die gemeinsame Beziehung fließt.
Und auch hier betone ich die Qualitäten „klar und liebevoll“. Denn beides setzt für mich Präsenz voraus, was eine ganz entscheidende Komponente im Prozess der Mediation ist. Anstatt dass Narrative, Annahmen und Interpretationen vorherrschen, fördere ich in meiner Mediation, dass die richtigen Fragen gestellt werden, einander zugehört wird und individuelle Wahrnehmungen und Lebenserfahrungen Platz haben. Denn Beziehung lebt in und durch Nuancen und die ganze Bandbreite unseres Mensch-Seins.